Der Informationsaustausch über unterschiedliche Netztypen findet ständig neue Nutzungsmöglichkeiten und -formen. Eine besondere Bedeutung dabei hat die Mobilkommunikation (vorwiegend auf Basis von drahtlosen Netzen) erhalten, die durch höhere Bandbreiten, durch leistungsfähigere Standards und durch Bereitstellung einer wachsenden Vielfalt von Diensten ständig steigende Nutzung erfährt.

Neue Technologien und Dienste sind unverzichtbare Grundlage für die Akzeptanz neuer Anwendungen. Zu den wichtigsten Anwendungsbereichen gehören elektronischer Geschäftsverkehr, Verkehrstelematik, neue Arbeitsformen sowie Konzepte wie 'e-learning', 'e-government' oder 'e-home'. Während bisher vorwiegend das Machbare die Entwicklung bestimmte, werden künftig die Anforderungen der Nutzer im Vordergrund stehen. Es zeichnet sich zudem ab, dass die Mobilität der Benutzer zunimmt und dass drahtlose Netze in zunehmendem Umfang als Infrastruktur dienen werden. Die Funktionalität der Anwendungen soll aber weitgehend unabhängig von der Netzinfrastruktur sein, d.h. für drahtlose Netze erwartet der Nutzer eine ähnlich gute Qualität wie für drahtgebundene Netze. Die Verwirklichung dieses Ziels erfordert erheblichen Forschungsaufwand.

Die Arbeiten im Rahmen des Graduiertenkollegs konzentrieren sich auf 'Anwendungen', 'Middleware und neue Dienste' sowie 'Netzwerk-Infrastrukturen'. Neue Anwendungen werden spezifiziert, implementiert und getestet. Middleware-Architekturen und zugehörige neue Dienste werden so entworfen, dass sie einerseits die Anforderungen der Anwender zufrieden stellend erfüllen und sich andererseits an die Fähigkeiten unterschiedlicher Kommunikationsarchitekturen und -infrastrukturen anpassen.

Es werden Anwendungen und Dienstkonzepte betrachtet, für die sich drahtlose Netze besonders eignen. Außerdem werden Verfahren entwickelt und untersucht, die den Datenaustausch über drahtlose Netze effizienter und zuverlässiger gestalten.

Hier ist eine Übersicht der Forschungsthemen und -gebiete der Mitglieder des Graduiertenkollegs.