Seminar Hints / Hinweise für Seminaristen (Bachelor, Master, Diplom)
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Inhaltsverzeichsnis
1. Grundsätzliche Regeln und Hinweise zu Seminaren und Proseminaren
1.1 Spielregeln oder wie bekomme ich den Schein?
1.2 Wie erstelle ich die Ausarbeitung?
1.2.2 Veröffentlichung der Ausarbeitung
1.4 Wie halte ich den Vortrag?
2. Welche Besonderheiten existieren bei Seminaren im Hauptstudium?
3. Vorlagen für die Ausarbeitung und die Folien
1. Grundsätzliche Regeln und Hinweise zu Seminaren und Proseminaren
1.1 Spielregeln oder wie bekomme ich den Schein?
Erstellung einer 15- bis 20-seitigen (Seminar) bzw. 10- bis 25-seitigen (Proseminar) Ausarbeitung des gestellten Themas
Probevortrag
Vorstellung des Themas in einem 45-minütigen (Seminar) bzw. 30-minütigen (Proseminar) Vortrag (zzgl. 15 Minuten Diskussionszeit)
Regelmäßige Teilnahme am Seminar, d.h. es ist an allen Seminarvorträgen teilzunehmen
1.2 Wie erstelle ich die Ausarbeitung?
Die Ausarbeitung soll mit einem Textverarbeitungssystem in 12 Pt. Schrift erstellt werden. Die Seiten sollten numeriert werden. Auf dem Titelblatt der Ausarbeitung sind Thema des Seminars, Ihr Name, Ihre Matrikelnummer sowie der Name des Betreuers anzugeben.
Die schriftliche Ausarbeitung dient für die Hörer zum Nacharbeiten des Vortrags. Sie sollte verständlich, in sich abgeschlossen und unabhängig von weiterer Literatur lesbar sein. In der Ausarbeitung können technische Details, etwa von Beweisen, die im Vortrag nicht enthalten sein können, erläutert werden. Die Ausarbeitung gliedert sich in vier Teile. Am Anfang steht eine Einleitung, die zum Thema hinführt und es in den zugehörigen Kontext einordnet. Es folgt eine Klärung wichtiger Begriffe, die nicht bereits als allgemein bekannt vorausgesetzt werden können. Im Hauptteil sind die wesentlichen Aussagen zum Thema verständlich und präzise darzustellen. Zum Schluß sollte eine kurze Zusammenfassung erfolgen. Weitere Details, was bei der Erstellung der Ausarbeitung zu beachten ist, sind hier in einer beispielhaften Ausarbeitung zu finden. Das Lesen und Beachten dieser beispielhaften Ausarbeitung sind Pflicht für alle Seminaristen!
Leider wird der Hang zum Plagiarismus immer stärker. Daher soll hier noch einmal auf den wichtigsten aller Grundsätze beim Erstellen einer Seminararbeit (oder später Diplom-/MAster-Arbeit) eingegangen werden: es ist verboten, einfach Informationen aus anderen Quellen zu übernehmen. Zwar kann man ab und zu Zitate einzelner Kernsätze anbringen, aber in so einem Fall muß ersichtlich gemacht werden, von wem dieses Zitat stammt. Das Kopieren ganzer Absätze ist verboten - und hierzu zählt nicht nur das exakte Kopieren, sondern auch das Kopieren von Absätzen mit folgender leichter Modifikation von Worten oder Satzstruktur ist nicht akzeptabel. Eine Seminararbeit soll eine eigene Leistung sein, in eigenen Worten geschrieben, mit eigenen Beispielen verständlich gemacht. Finden sich solche Absätze in der Arbeit, hat der Seminarleiter das Recht, den Teilnehmer direkt vom Seminar auszuschließen. Falls kopierte Absätze sogar ohne Literaturquellen übernommen (und damit als eigene Listung ausgegeben) werden, können noch weitere Konsequenzen drohen (siehe "Declaration of Compliance"). Gleiches gilt übrigens für Abbildungen: werden sie kopiert, muß die Quelle angegeben werden. Normalerweise sollte man Abbildungen allerdings selbst erstellen.
1.2.1 Literatur
Zur Erarbeitung des Inhalts ist das Hinzuziehen von Sekundärliteratur erforderlich. Dazu ist es notwendig, eine Literaturrecherche durchzuführen. Ziel der Literaturrecherche ist es zum einen, eine breite Wissensbasis zu dem Seminarthema zu schaffen, die es ermöglicht, das Seminarthema im groben Rahmen einzuordnen, zum anderen, notwendiges Fach- und Spezialwissen zu schaffen. Im Rahmen eines Seminars haben Sie die Möglichkeit, diese für jede Diplomarbeit unumgängliche Arbeit im kleinen Rahmen zu üben. Nutzen Sie diese Chance und machen Sie sich mit den vielfältigen Möglichkeiten zur Literaturbeschaffung vertraut - hierbei hilft auch gerne das freundliche Bibliothekspersonal weiter. Für das Proseminar im Bachelor-Studium bietet das Bibliothenks-Team Schulungskurse an, die den Teilnehmern nützliche Informationen u.a. zur Literaturrecherche vermitteln. Aber auch in weiterführenden Seminaren kann die Hilfe dieses teams in Anspruch genommen werden. Sie können die Literaturrecherche als abgeschlossen betrachten, wenn sich die Referenzen am Ende der gefundenen Literatur wiederholen.
Beim Beschaffen von Literaturstellen empfiehlt sich eine Suche im WWW und die Benutzung der Informatik-Bibliothek, die (fast) alle
Fachzeitschriften abonniert hat und einschlägige Literatur führt. Dringend empfohlen wird die Suche in der INSPEC CD Datenbank. Bitte
bedenken Sie, daß die gesuchte Literatur nicht immer unmittelbar verfügbar ist und oft über Fernleihe bestellt werden muß (das kann bis zu 6 Wochen dauern).
Die verwendete Literatur (Orginalarbeit und Sekundärliteratur) ist in der Ausarbeitung geeignet zu zitieren. Beachten Sie gängige Muster
zum Aufbau des Literaturverzeichnisses, wie sie in großen Fachzeitschriften üblich sind. Beispiele zu den gängigsten Veröffentlichungsarten sind
auch hier zu finden. Es muß erkennbar sein, welche Teile der Ausarbeitung
auf eigenen Ideen und Meinungen beruhen und welche Teile inhaltlich oder wörtlich übernommen wurden. Wobei die wörtliche Übernahme sich auf
wesentliche Kernsätze beschränken sollte! Es ist nicht akzeptabel, ganze Absätze einfach zu kopieren - die Seminarausarbeitung soll eine
eigenständige Arbeit sein, wie oben bereits erwähnt!
Bitte beachten Sie, daß die Literaturrecherche ein wesentliches Bewertungskriterium für ihre schriftliche
Ausarbeitung darstellt.
1.2.2 Veröffentlichung der Ausarbeitung
Die Ausarbeitungen werden den Seminarteilnehmern während der Vorträge zugänglich gemacht.
1.3 Abgabe der Ausarbeitung und der Folien - Elektronisches Abgabe-System
Die Ausarbeitung ist im neuesten PDF-Format über das elektronische Abgabe-System (EAS) abzuliefern. Ein Link zu diesem System befindet sich auf der Webseite zum Seminar. Hierzu ist ein Login mit Ihrer Matrikelnummer nötig - das zugehörige Paßwort bekommen Sie semi-automatisch nach der Zuteilung eines Vortrags per E-Mail zugesendet. Beachten Sie, daß es nicht reicht, die Ausarbeitung über das EAS abzulegen; der jeweilige Betreuer muß die Abgabe akzeptieren, damit das Dokument als eingereicht gilt. Man sollte sich also vor der Abgabe vergewissern, daß der Betreuer keine Mängel mehr beanstandet.
Zusammen mit der Ausarbeitung ist auch ein Abstract abzuliefern, der den Inhalt der Ausarbeitung knapp aber verständlich zusammenfaßt.
Ebenso ist nach Fertigstellung der Vortragsfolien eine Abgabe dieser über das EAS nötig. Hier sollten entweder Powerpoint- oder pdf-Format abgeliefert werden.
Sollten Sie Ihr Paßwort vergessen, werden Sie automatisch aus dem Seminar ausgeschlossen. Um dem entgegenzuwirken, kann der Seminarkoordinator
allerdings gegen eine kleine Bearbeitungsgebühr das Paßwort noch einmal versenden. ;-)
Alternativ reicht auch eine einfache Nachfrage beim jeweiligen Betreuer.
1.4 Wie halte ich den Vortrag?
Im Vortrag müssen die zentralen Aussagen zum gestellten Thema möglichst klar vorgetragen werden. Es wird erwartet, daß der Vortrag frei gehalten wird. Bitte achten Sie darauf, daß er nicht nur für den Referenten und die Betreuer, sondern auch für die Teilnehmer des Seminars verständlich ist. Das beinhaltet, daß der Vortrag klar in Abschnitte gegliedert ist und durch eine kleine Einleitung sowie eine Kurzzusammenfassung abgerundet wird.
Es ist nicht einfach, die Länge eines Vortrags vorher richtig abzuschätzen. Um darin Sicherheit zu gewinnen sind einige Proben im "stillen Kämmerlein" hilfreich. Auf jeden Fall sollte in Anwesenheit des Betreuers ein Probevortrag gehalten werden (vor dem Probevortrag sollte der Vortrag aber bereits im "stillen Kämmerlein" geübt worden sein). Der Betreuer hat im Allgemeinen selbst schon einige Vorträge hinter sich und kann Tips zur richtigen Präsentation geben. Vielleicht hilft es auch bei der Vorbereitung, sich ein paar Vorlesungen anzuhören und die Dozenten als Vorbild zu nehmen - ob nun als gutes oder als abschreckendes, dürfte wohl von der gewählten Vorlesung abhängen.
Es ist darauf zu achten, daß nicht zu viele Folien benutzt werden. Die Größe der Schrift auf den Folien sollte groß genug sein (mind. 18 Pt.).
Vermeiden Sie mehr als 15 Zeilen Text auf eine Folie zu schreiben. Vermeiden Sie ganze Sätze und bemühen Sie sich, geeignete Stichworte und Bilder
zu verwenden.
2. Welche Besonderheiten existieren bei Seminaren im Hauptstudium?
(siehe auch Studienordnung Informatik)
Die Zulassung zu den Seminaren des Hauptstudiums setzt die bestandene Diplom-Vorprüfung voraus; diese Regelung gilt auch für das Praktikum im Vertiefungsfach.
Im Grund- und Hauptstudium ist der Erwerb von Leistungsnachweisen gemäß § 7 über die erfolgreiche Teilnahme an Proseminaren bzw. Seminaren erforderlich.
Ein Proseminar dient dazu, die Einarbeitung in schwierige Fragestellungen und die Darstellung komplexer Zusammenhänge einzuüben.
Die Seminare haben im Rahmen des Hauptstudiums eine zentrale Bedeutung. Sie dienen der Aneignung und Präsentation wissenschaftlicher Erkenntnisse. Darüberhinaus können sie zur Vorbereitung der Anfertigung der Diplomarbeit im Sinne einer Einarbeitung in ausgewählte Gebiete der Informatik dienen.
Zu beiden Seminarformen ist eine Anmeldung erforderlich, die in der Regel gegen Ende der Vorlesungszeit des vorangehenden Semesters erfolgen soll. Termin und Ort für die Anmeldung werden durch besonderen Aushang bekanntgegeben. Im allgemeinen findet eine Vorbesprechung statt, bei der Einzelheiten bezüglich der Durchführung des Seminars mitgeteilt werden.
Die Zuordnung eines Seminars zur Theoretischen oder Praktischen Informatik oder zum Vertiefungsfach wird per Aushang bekanntgegeben. Die Seminar- bzw. Praktikumsscheine des Hauptstudiums sollen bei verschiedenen Lehrpersonen erworben werden.
Die regelmäßige Teilnahme an den Vortragsveranstaltungen wird erwartet.
3. Vorlagen für die Ausarbeitung und die Folien
Es stehen Vorlagen zur Verfügung, die als Grundlage der Ausarbeitung verwendet werden können.
Vorlage für Microsoft Word: keine. Wer dieses Programm verstehen will, muß sich wohl oder übel selbst einarbeiten. Daher gilt: wer sich nicht mit Formatierungsaspekten beschäftigen will, soll LaTeX benutzen; wer Word benutzen will, soll das ganze Elend der Erstellung einer Formatvorlage selber üben.
Download Vorlage für LaTeX
Es steht eine Vorlage für Microsoft-Powerpoint zur Verfügung, die als Grundlage der Präsentation verwendet werden kann. Studenten, die auch ihre Folien mit LaTeX erstellen, können z.B. Prosper verwenden.
Download Vorlage für Microsoft-Powerpoint
Für Rückfragen: Dirk Thißen oder Ralf Wienzek
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