Das Programm.
Hintergrund
"Standards
are not only technical questions. They determine the technology
that will implement the Information Society, and consequently
the way in which
industry, users, consumers and administrations will benefit from
it."
Eine für jedermann
zugängliche, globale informationstechnische Infrastruktur
ist in der Tat eine entscheidende Grund-lage für den Übergang
von der Industrie- zur Informationsgesellschaft. Für einen
nahtlosen solchen Übergang wiederum sind geeignete, welweit
akzeptierte und implementierte IT-Standards eine unabdingbare
Voraussetzung.
Die Standardisierungsforschung ist ein extrem breites und multi-disziplinäres
Gebiet. Sehr vereinfachend kann man sagen, daß sie sich
mit der Entstehung von Standards sowie deren technischen und sozio-ökonomischen
Aus-wirkungen beschäftigt. Hierzu gehören zum einen
die Problematik der Beziehung zwischen Forschung und Standardi-sierung
(Stichwort: Forschung für Standards) und zum anderen
die Forschung über Standards bzw. Standardisierung.
Der Bereich der Informations- und Kommuni-kations-technik (IuK)
nimmt hier eine Sonderstellung ein, nicht zuletzt aufgrund seiner
immer größer werdenden Bedeutung für das tägliche
Leben. Zudem stellen die immer kürzeren Entwicklungszyklen
im Bereich der IuK für die Standardisierung ein ernstzunehmendes
Problem dar.
Ziele
Der Workshop
möchte zum einen die Bedeutung der Forschung zum Thema 'Standards
und Standardisierung in der Informationstechnik' stärker
in das Bewußtsein eines wichtigen Teils der unmittelbar
Betroffenen zu rücken der Informatiker. Darüber
hinaus soll aber auch bei einschlägig interessierten Nicht-Informatikern
das Interesse an den informatik-spezifischen Problemen in diesem
Bereich geweckt bzw. die Wechselwirkungen zwischen informatik-spezifischen
und nicht-informatischen Aspekten diskutiert werden. Hierdurch
sollen auch Anregungen für zukünftige multi-disziplinäre
Kooperationen auf diesem Gebiet gegeben werden.
International
akzeptierte Standards sind eine entscheidende Grundlage für
alle modernen IT-Systeme. Ohne sie wäre beipielsweise ein
Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen Systemen, ohne
den sich eine Informationsgesellschaft nicht entwickeln kann,
so gut wie unmöglich.
Es ist daher wenig verwunderlich, daß sich der Stellenwert
der IT-Standardisierung in den letzten Jahren geändert hat.
Während TCP und IP, die grundlegenden Protokolle des Internet,
vor etwa 30 Jahren von einer kleinen Gruppe Enthusiasten quasi
im Hinterzimmer spezifiziert wurden, ist Standardisiserung heute
ein milliardenschweres Unterfangen. Ob ein Standard am Markt akzeptiert
wird oder nicht kann einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche
Situation auch grosser Unternehmen haben.
Nicht zuletzt aufgrund der enormen wirtschaftlichen Bedeutung
von Standards sollte es daher von allgemeinem Interesse sein,
zu verstehen, wie sich Standards entwickeln, welche Faktoren diese
Entwicklung beeinflussen und welchen Einfluss Standards ihrerseits
haben bzw. haben können.
Dieser Workshop möchte einerseits dazu beitragen, das Problembewusstsein
in diesem Bereich zu stärken. Anderer-seits sollen aktuell
relevante Themen der Standardisierung in der Informationstechnik
diskutiert und mögliche Lösungs-wege aufgezeigt werden.
Zwei Fragestellungen sollen in dem Workshop im Vordergrund stehen:
Beiträge zu diesen
Fragen sind besonders erwünscht. Darüber hinaus können
auch Beiträge zu anderen relevanten Bereichen eingereicht
werden. Denkbare Themen sind beispielsweise:
- Technische Innovation und Standardisierung
- Wirtschaftliche Aspekte der Standardisierung
- Nationale, regionale und internationale Standardisierungsstrategien
- Analyse von Standardisierungsprozessen und organisationsn
- Die Zukunft der Standardisierung im IT-Bereich
- Die Rollen von Anwendern in der Standardisierung
- Standards und kleine/mittlere Unternehmen (KMUs)
- Standardisierung in der (Hochschul-)Ausbildung
Hinweise für Autoren
Bitte schicken
Sie Ihren Beitrag als e-Mail-Attachment (als PDF- oder RTF-Datei)
an den Organisator des Workshops: kai.jakobs@i4.informatik.rwth-aachen.de.
Beiträge können sowohl in deutscher als auch in englischer
Sprache abgefasst werden. Der Umfang eines Beitrags sollte bei
etwa 5 Seiten liegen.
Jeder Beitrag wird von mindestens drei Mitgliedern des Programmkomitees
begutachtet. Es wird erwartet, daß die Kommentare der Gutachter
in der endgültigen Fassung eines angenommenen Beitrags berücksichtigt
werden.
Angenommene Beiträge werden in den Lecture Notes in Informatics
(LNI) veröffentlicht und müssen gemäß den
Vorgaben der LNI formatiert werden (siehe http://www.gi-ev.de/LNI/).
Wichtige Termine
30.4.2004 Einreichung
von Workshop-Beiträgen
28.5.2004 Mitteilung über Annahme/Ablehnung von Workshop-Beiträgen
30.6.2004 Abgabe der fertigen Druckvorlagen für den Tagungsband
Programmkomitee
Knut Blind (Fraunhofer
ISI)
Peter Buxmann (TU Freiberg)
Kai Jakobs (RWTH Aachen)
Matthias Jarke (RWTH Aachen)
Wolfgang König (Universität Frankfurt)
Kurt Kosanke (CIMOSA Association)
Hartwig Steusloff (Fraunhofer IITB)
Klaus Turowski (Universität Augsburg)
Tim Weitzel (Universität Frankfurt)
Weitere Infromationen zur Informatik 2004 findet man unter http://www.informatik2004.de/.